#98 Pausen sind keine Ausrede

Shownotes

In dieser Folge sprechen Sandra und Tanja darüber, warum es oft erstaunlich schwerfällt, sich rechtzeitig zurückzunehmen. Besonders in Gruppen, auf Veranstaltungen oder während intensiver Arbeitsphasen entsteht schnell das Gefühl, alles mitnehmen zu müssen. Schließlich könnte man etwas verpassen, jemanden enttäuschen oder als ungesellig gelten. Tanja erzählt von einer intensiven Seminarwoche, in der ihr Körper ziemlich deutlich gezeigt hat, dass ihr Tempo nicht mehr passt. Statt das volle Programm durchzuziehen, ließ sie Workshops aus, schlief am Nachmittag und ging früher ins Bett. Keine leichte Entscheidung, aber die richtige. Sandra kennt eher die andere Seite: lange wach bleiben, weitermachen, noch eine Runde dranhängen. Gleichzeitig merkt auch sie, dass Energie heute anders eingeteilt werden muss als früher. Sandra und Tanja sprechen über FOMO, unterschiedliche Bedürfnisse in Gruppen und die Frage, woran man erkennt, dass eine Pause längst überfällig ist. Sie erzählen, warum Schlaf nicht für jede die beste Erholung ist, wie Bewegung den Kopf freimachen kann und weshalb Rückzug manchmal wirklich bedeutet, eine Tür hinter sich zu schließen. Es geht um Selbstfürsorge ab 50, körperliche Warnsignale, das Nervensystem und die Erlaubnis, für eine Weile nicht verfügbar zu sein. Denn eine Pause ist keine Schwäche. Sie sorgt dafür, dass der Akku nicht erst komplett leer sein muss, bevor etwas passiert. Und natürlich wird auch geklärt, warum Sandra eher zur „Noch-eine-Runde“-Fraktion gehört, Tanja ihre alkoholfreien Flaschen wieder mit nach Hause nahm und weshalb ein Wohnmobilurlaub an der Ostsee ebenfalls eine ziemlich gute Form von Pause sein kann. Wenn dir die Folge gefällt, folge dem Podcast und schick sie an eine Frau weiter, die Pausen regelmäßig erst dann macht, wenn gar nichts mehr geht.

Wir freuen uns, wenn wir dich mit dieser Episode wieder inspirieren konnten und du auch beim nächsten Mal dabei bist.

Infos zu Tanjas Frauenzimmer: Frauenzimmer

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Titelsong:"Afoch A Frau" von Gnä'Frau

Transkript anzeigen

00:00:02: Hallo, ich bin Sandra Schneider.

00:00:03: Servus!

00:00:03: Ich bin Tange Lipp und wir beide stellen uns jede zweite Woche ungeniert Fragen zu Optik, Stimme und Frau Seinen.

00:00:14: Wir wollen Dich mit unseren Geschichten inspirieren und unterhalten.

00:00:17: Hier dreht sich nämlich alles ums Entfalten

00:00:20: Weil gerade wir Frauen sind oft viel zu verkopft Und Sandra und ich sprechen drüber und dein Alltag wird federleicht werden weil ...

00:00:29: Schneider

00:00:30: und Lipp Hallo und herzlich willkommen!

00:00:36: Auch ein hässliches hallo von mir.

00:00:39: Wir haben in unserer letzten Episode, haben wir das schon ein bisschen angeteasert wie man auf Neideitsch sagt quasi auf Pausen achten oder?

00:00:50: War das nicht das was wir gesagt haben?

00:00:52: über das reden wir heute?

00:00:53: Ja absolut, absolut.

00:00:55: Das machen wir heute

00:00:57: Genau.

00:00:58: Und ich habe in der letzten Episode ein bisschen vom Lachsvox Master Trainer Summit berichtet und da ist es mir wieder bewusst geworden, wie wichtig es ist sozusagen auf sich selber zu hören bzw.

00:01:10: auf den eigenen Körper weil wir ja alle unterschiedlich umgehen und unterschiedliche Bedürfnisse haben.

00:01:16: wenn man jetzt gerade in einer großen Gruppe über einen langen Zeitraum ist Ich weiß nicht wie geht's dir das anderer?

00:01:21: In großem Gruppen langer Zeitraum

00:01:24: Das mache ich eigentlich sehr wenig, aber falls jemand das Letztes noch nicht angehört hat für die Zuhörer heute.

00:01:32: Du warst letztens erst mit sechs und zwanzig hast du gesagt

00:01:38: glaube ich?

00:01:38: Ich glaub wir waren sechsundzwanzig ja!

00:01:40: In einer Gruppe habt ihr euch eine Woche lang getroffen.

00:01:43: Gleiches berufliches Mithiel alles Logopäden... Mojo

00:01:48: Coaches Genau

00:01:50: Ihr habt euch da quasi befruchtet in der Woche.

00:01:53: Ja,

00:01:53: genau!

00:01:54: Also natürlich wissentlich mit Wissen befrüchtet und habt sehr viel voneinander gelernt.

00:02:00: und da sind natürlich solche Pausen noch also viel wichtiger wie wenn man mit kleineren Gruppen oder kleineren Teams zusammen ist.

00:02:10: Ja,

00:02:11: und ich denke das kommt halt auch sehr stark auf die Personen drauf an.

00:02:14: Weil manche laden sich ja auf in großen Gruppen und haben so eher diesen Duracellhasen-Modus ne?

00:02:19: Und machen durch bis zum Schluss, bis dann die Woche vorbei ist und dann fallen es um!

00:02:24: Also jetzt nur von der Energie her... Und bei mir ist es halt so wenn ich nicht regelmäßig meine Pausen mache und mich rausnehmen aus dem Ganzen, dann geht's mir nicht gut.

00:02:35: Ich hab' das auch bemerkt.

00:02:36: am zweiten Tag habe ich plötzlich am Vormittag so richtig wieder diese enge, ich hab ja immer mal mit Panikattacken und Luftprobleme zu tun.

00:02:45: Und Blutdruck!

00:02:46: Und auf einmal hab' ich einfach wirklich gemerkt so...

00:02:49: Ja?

00:02:50: Jetzt geht's mir nicht gut.

00:02:51: Ich hab dann einfach gemerkt okay mein Bluttdruck dürfte in Ordnung sein hat er noch gemessen und es war auch wirklich so dass der zweite Wert beim Blut druck sagt man ja immer das der zweite wert dieser innere Unruhe ist.

00:03:02: zumindest hat das meine Ärztin mal gesagt.

00:03:05: Und der erste Wert war gar nicht schlimm.

00:03:07: Das war quasi nicht hundertfünfundvierzig, das war nicht schlimm!

00:03:09: Aber der zweite Wert war fast hundert.

00:03:12: und da habe ich halt stark gespürt diese innere Unruhe und hab mir dann noch gedacht okay... Ich nehme mich zurück und hab dann nochmal am Nachmittag... Wir hatten am nachmittag nämlich es gab bei uns so Pflicht Unter Anführungszeichen, wenn es einem nicht gut geht kann man auch die Pflichtsachen auslassen.

00:03:28: Aber es war halt so gedacht Es gibt Pflichtworkshops und dann gibt's am Nachmittag dann auch Workshops wo man sagt Wenn ich Lust habe oder wenn mich das Thema interessiert Dann kann ich Ich muss aber nicht.

00:03:37: Okay

00:03:38: Und natürlich hast du aber schon allein weil Du ja Die kollegInnen Wertschätzt und sagst Ja möchte ich ja trotzdem dabei sein.

00:03:45: Das heißt Du hast immer So ein bisschen diese Fomo.

00:03:48: Das ist was für Samstag Angst.

00:03:51: Und gleichzeitig habe ich mir gedacht, wenn ich mich jetzt nicht rausnehme, dann schaffe ich die Woche nicht.

00:03:58: Ich glaube bis auf einmal habe ich diese Nachmittage ausgelassen und muss sie dann entscheiden und habe zweieinhalb Stunden geschlafen.

00:04:09: Ich bin auf mein Zimmer gegangen und wollte mich zuerst am Teich legen.

00:04:13: Wir hatten so einen schönen Teich auch zum Baden dort, ja?

00:04:16: Aber tatsächlich bin ich auf mein Zimmer gegangen, hab die Tür zugemacht, hab's leise gehabt... ...und hab zwar eine halbstunde kloffen weil sonst hätte ich das Programm nicht geschafft!

00:04:25: Wow aber das muss man also da.

00:04:28: also Hut ab tatsächlich sowas muss man echt können.

00:04:31: Also das ist ne Sache du musst dich auch kontrollieren können Wie du jetzt mit dem Blutdruck... Ich wüsste dich überhaupt nicht.

00:04:37: Also ich glaube, ich hab einmal den Außer der Arzt hat meinen Blut druck glaub' ich.

00:04:41: Ich habe das noch nie selber gemacht!

00:04:42: Aber egal.

00:04:43: Ja gut, du warst doch deswegen noch nicht im Spital heil!

00:04:45: Ich hab's früher auch nicht gemacht.

00:04:47: Okay also das da kenne ich mich null aus.

00:04:50: Also das muss man ja schon wenn man merkt sobald man innerlich irgendwas ist dass man dann anfängt okay ich muss schauen und gucken.

00:04:57: Das ist ja schon mal das erste.

00:04:59: Dann musst du es schaffen tatsächlich zu sagen... Also ich wäre so ein Fomotyp auf jeden Fall.

00:05:05: Ich nehme mich jetzt raus und gebe mir die Pausen.

00:05:08: also Hut ab ganz ehrlich.

00:05:12: Ja, es war

00:05:12: für mich das erste Mal, dass ich das wirklich gemacht habe.

00:05:15: Sehr cool!

00:05:15: Weil ich sonst ist auch immer im Kopf dieses Na ja... Ich kann mich da nicht rausnehmen wir sehen uns einmal im Jahr.

00:05:20: Ich will ja alles sehen und ich will ja eigentlich alles machen.

00:05:25: Aber du würdest es wahrscheinlich so wichtig einschätzen?

00:05:29: Du würdest es wahrscheinlich durchziehen bis zum Schluss?

00:05:32: Ja?

00:05:32: Nein?!

00:05:33: Du würdest alles mitnehmen was geht?

00:05:36: Und bei mir ist halt einfach.. Ich hab gemerkt okay ich will zwar alles mit nehmen was geht ich kann aber nicht

00:05:41: Wobei ich tatsächlich sagen muss, auch ich melke mein Alter.

00:05:45: Ja?

00:05:46: Auch ich merke dass es nicht... also ich glaube ich würde auch nicht mehr alles schaffen und auf da würde ich dann wahrscheinlich selektiert.. Nicht so krass wie du glaub ich aber ich würde tatsächlich selektieren weil wenn's halt nicht geht, gehts nicht ne?

00:06:00: Ja genau!

00:06:01: Und ich habe dadurch meinen Modus so gefunden.

00:06:04: das ist mir dann am dritten dritten, vierten Tag habe ich einfach gemerkt okay jetzt habe ich irgendwie für mich einen Rhythmus gefunden wie es für mich gut ist und das hab' ich halt dann auch beibehalten.

00:06:13: Und auch am Abend natürlich haben die anderen sind ja auch Kollegen dabei die sind weiß ich nicht zwanzig Jahre jünger als ich.

00:06:22: Also die haben natürlich andere Energie und andere Bedürfnisse und so, und was sie sich.

00:06:28: bis um zehn halb elf habe ich voll mitgemacht und hab getanzt und geschickt und dann haben die anderen halt weiter gemacht und ich bin schlafen gegangen.

00:06:36: Und das ist mir... Beim ersten Mal schwer gefallen.

00:06:40: und dann habe ich mir gedacht, nein das ist total okay.

00:06:42: Und das Schöne ist aber auch, dass es für die anderen okay war.

00:06:46: Weißt du?

00:06:46: Dass da nicht all die Anderen kommen und sagen na geh du bist aber auf Fadenocken ja und mit dir kann man überhaupt nicht mehr Party machen oder so.

00:06:53: Selbst wenn sie es gesagt hätte, ne X-Files tut mir leid!

00:06:55: Ich kann's aber nicht anders.

00:06:58: Das war für mich ein sehr wichtiger Lernprozess ehrlich gesagt.

00:07:01: Diese selber auf mich aufpassen

00:07:04: Und ich bin diejenigen, die auf der anderen Seite stehen und sagen, oh Gott jetzt muss ich... Jetzt hab' ich hier so Pouty-Pupper bei mir in der Klicke.

00:07:11: Das muss das laut.

00:07:12: darf ich lernen!

00:07:12: Weil ich bin auch so einig, ich sag, ah, jetzt müssen wir noch ein bisschen... Ich bin halt auch eine Nachtäule, ich bin sehr lange wach und alle meine Freunde sind alle so.

00:07:21: Ja, ich geh halb zehn ins Bett und ich um zehn ist das späteste Alles klar.

00:07:28: und dann jetzt fängt es bei uns.

00:07:30: Ich weiß nicht, was bei dir ist.

00:07:31: Fängt das auch mit Alkohol?

00:07:32: Also keiner trinkt mehr Alkohl bei uns...

00:07:35: Ja ich trinke ja auch keinen!

00:07:39: Jetzt habe ich schon probiert die Anti-Alkoholischen also die Sachen zu trinken.

00:07:44: Das ist Zucker pur.

00:07:46: Sorry, das kann ich nicht trinken, ich bleibe bei Alkuhol.

00:07:51: Aber du wirst lachen.

00:07:54: Du hast ja wie du bei mir in Wien warst, wir haben ja mal diesen I'm not full probiert.

00:07:59: Mein Sprudel da, meinen Alkohol fein!

00:08:01: Ich habe mir drei Flaschenflaschen davon mitgenommen weil ich mir gedacht hab damit ich dann auch wenn ich Lust habe ein bisschen so quasi zu tun als ob und das ich finde den nicht so schlecht vor allem vielleicht manchmal gibt man sie noch Wasser dazu aber nicht einmal dass habe ich getrunken weil ich auch durch den wie der Blutung so hoch war, habe ich dann Angst gehabt.

00:08:18: Ein bisschen ein Histermin haben wir gedacht, scheiß drauf lass weg ja geht auch so.

00:08:23: und natürlich das war schon auch.

00:08:25: und letztens habe ich irgendwo so einen Zitat gelesen.

00:08:28: Ich weiß nicht wer es gesagt hat aber Alkohol ist die einzige Droge bei der man sich entschuldigen muss wenn man sie nicht nimmt.

00:08:35: Das stimmt Und

00:08:37: stimmt oder?

00:08:38: Also man muss sich immer

00:08:39: rechtfertig nicht entschuligen sondern rechtfertigen warum man sie.

00:08:45: Ja, letztendlich war es dann wurscht.

00:08:47: Ich hab's halt einfach nicht gemacht und meine Flaschen habe ich wieder mitgenommen.

00:08:52: Nein, ich finde das ja auch total cool!

00:08:55: Mein Mann trinkt fast nur noch alkoholfreies Bier.

00:08:57: Also wenn ich Bier trinke, bringe ich fast auch noch noch alkuholfrei.

00:09:00: Weil es schmeckt mehr und es bringt dieser Zuckerschock, hab' ich damit irgendwie nicht.

00:09:06: Jetzt gab mich aber diese Alkoholapparativ, wie sind die?

00:09:10: Habe ich versucht...

00:09:11: Ach so!

00:09:12: Und solche Sachen.

00:09:14: Und wenn man so in der Runde sitzt anstelle von Alkohol, du da mach ich ein Weinschorle.

00:09:20: Vertrag' ich besser wie einen möchtigeren Cocktail wo ich dann Eis und alles wunderschön sieht alles toll aus.

00:09:27: aber da ist so viel Zucker drin dass ich Kopfschmerzen kriege durch diesen Zucker und mein Magen spielt vorüber.

00:09:35: Ich hab gar kein Zucker bei mir!

00:09:37: Ich ess auch ganz wenig Zucker und wenig Süßigkeiten und deswegen kann mein Körper gar nicht mit umgehen.

00:09:44: Und dann trink ich lieber ein Weinschorle, aber nicht weil ich den Alkohol unbedingt mag.

00:09:51: Aber ich trinke es nur Wasser!

00:09:52: Ich trink kein Saft, ich trink einen Orangensaft, keinen Apfelschorle.

00:09:56: und was es da alles noch so draußen gibt?

00:09:57: Das trinkt mich alles überhaupt nicht.

00:09:59: Und ich trincke nur Wasser, stilles Wasser

00:10:02: oder

00:10:02: etwas anderes... ...und dann trincke ich einfach ein alkoholfreies Bier ohne mein Weinschorlet.

00:10:10: Aber ich muss sagen, auch wie ich noch Alkohol getrunken habe.

00:10:12: Habe ich immer nur weiße Spritzer.

00:10:14: oder bei euch heißt halt Weinschorle?

00:10:17: Oder ab und zu vielleicht einmal an Schnaps zur Verdauung oder manchmal auch mehr Schnäpse aber ich hab nie Cocktails getrunten.

00:10:23: Das hat mich nie interessiert, weil ich schon mit Alkohlschädel gekriegt habe aufs Kopf.

00:10:28: Aber zurück zu den Pausen!

00:10:30: Wie nimmst du dir...wie achtest du da drauf auf deine Pausens?

00:10:34: Du bist ja da ein bisschen anders wenn ich das so sagen

00:10:39: darf.

00:10:40: Also ich nehme ja schon so ein Stündchen oder zwei Pausen am Tag, schon mittlerweile raus.

00:10:47: Weil ich halt viel nachts arbeite.

00:10:49: Ich kann viel besser nachts arbeiten vor allem weil ich am Computer irgendwas machen muss.

00:10:52: Deswegen... Das

00:10:53: merke ich wenn du die Podcasts zusammen fast so entschickst und nicht schon im Bett

00:10:58: liegt!

00:10:59: Da habe ich Ruhe, da mache ich keine Wäsche, dann mache ich nichts.

00:11:02: Dann bin ich einfach nur hier und dann bin ich wirklich in diesem Kasten aber so.

00:11:06: Aber deswegen gebe ich mir auch die Pausens Mein Untertag, wo ich einmal mal hinlege und nix mache.

00:11:12: Also das habe ich früher nie gemacht aber mittlerweile A brauche es weil mein Alter gibt's nicht mehr her und B denke ich mir immer so.

00:11:21: ne Es ist okay, ich arbeite dafür nachts.

00:11:24: Da kann ich auch mal einen Tag zwei Stunden schlafen oder drei.

00:11:26: Ja natürlich!

00:11:27: Und das ist aber schon hier oben, es muss sich mir lange einreden.

00:11:30: also muss ich echt

00:11:31: sagen

00:11:32: mittlerweile kann nichts und ansonsten mache ich's wie mein Mann.

00:11:36: Also der ist halt auch so'n Workaholic Der hat einen eigenen Betrieb und der muss immer wegfahren sonst kann er nicht Pause machen.

00:11:45: Ihr fahrt ja auch weg?

00:11:47: Und

00:11:48: produzieren

00:11:49: wir ja vor, das dürfen wir ja sagen.

00:11:51: Wir produzieren jetzt gerade vor, weil die Sandra, wenn diese Episode dann ausgestrahlt wird ist sie Sandra weg.

00:11:56: Magst du ein bisschen mehr zu dieser Pause sagen?

00:11:59: Wir probieren einen neuen Urlaub aus also wie es wahrscheinlich viele andere schon lange machen aber für uns ist es das erste Mal.

00:12:07: Wir mieten uns heute sozusagen ein Wohnmobil und gehen mal an die Ostsee.

00:12:13: Also ich war aus Timendorfer Strand einmal, weil ich glaube noch nie an der Ostsee und mein Mann auch nicht.

00:12:19: Und dann haben wir gesagt, wir machen das jetzt einfach mal!

00:12:21: Ja?

00:12:22: Bin schon gespannt was du erzählst, also es ist nämlich auch auf meiner Liste wo ich irgendwann mal hinfahren mag.

00:12:28: Ich glaube das ist wunderwunderschön und dadurch dass wir ja Räder sind und wir sind ja kiter.

00:12:34: Jetzt ist ja auch da oben kann man das wohl ganz gut machen.

00:12:37: Ich bin ja mal gespannt wie das mit dem Wind ist und ob's kalt ist.

00:12:40: Das weiß ich jetzt alles noch nicht.

00:12:42: Aber wir wollen halt beides verbinden und das ist halt an der Ostsee anscheinend sehr gut machbar.

00:12:48: Ja, das ist deine Art quasi für dich zu sorgen dass du ihr macht's halt einfach öfter Urlaub am Stück sozusagen.

00:12:56: aber noch mal zurück zur Gruppen.

00:12:58: wenn du jetzt eben länger in einer Gruppe bist ich weißt du es gesagt Du machst das nicht so oft aber wir waren ja auch zum Beispiel einmal gemeinsam auf einer Workation eine Woche.

00:13:09: Hast du

00:13:09: da wie schaust du da auf dich?

00:13:12: Naja, gut.

00:13:13: Ich bin halt schon jemand... Also ich kann nicht immer nur an so ein Pool sitzen oder immer nur mehr wissen in meinen Kopfballon, also je nachdem was man halt in der Gruppe so macht.

00:13:24: Sondern ich muss mich immer rausnehmen und dann lauf' ich viel!

00:13:26: Ich bin halt sehr jemand, ich muss einen Kopf frei kriegen und ein bisschen bewegen.

00:13:32: Nur immer liegen oder auch so Strandurlauben ist nicht meins.

00:13:35: Also das ist...ich muss jetzt nicht hardcore Sport machen wie manche andere, aber ich muss sich immer ein bisschen bewegen.

00:13:44: Da nenne ich mich dann immer raus.

00:13:46: und wie auch bei der Work-Action, wo wir zusammen waren.

00:13:48: Da sind wir ja dann auch schon zusammen gelaufen.

00:13:50: oder also eigentlich

00:13:51: habt

00:13:52: immer jemand mit und sagt cool dass du das machst!

00:13:54: Ich komm mal mit weil das glaube ich so viele gar nicht machen.

00:13:57: aber ich kann es nur jedem raten läuft einfach mal los und liegt nicht nur am Strand.

00:14:02: Ja das ist das ist glaube ich gut.

00:14:03: Und ich meine damals wenn du das jetzt sagst das sagt immer wer es kommt jemand mit Wenn du dich da raus nimmst und selber deine Merche da machst, stört dich das dann dass jemand mit kommt?

00:14:16: Ähm... Nö.

00:14:18: Also ich sag halt immer, dass ich nicht unbedingt immer reden will.

00:14:22: also es kann auch... Genau!

00:14:23: Ich kann mich locker unterhalten, das finde ich jetzt nicht schlimm.

00:14:26: Also wenn es nicht wieder ein Wissen ist... also ich möchte nicht immer, deswegen kann ich auch nicht so ihr Podcast anhören und ich glaube auch deshalb machen wir diesen Podcast weil ich will nicht immer nur lernen, lernen, Lernen, sondern ich brauche auch mal einen freien Kopf wo ich einfach nichts launen muss, wo einfach mal abrollen kann oder wo ich dann mich zwar unterhalte aber wo ich nicht unbedingt merken muss, also das ist nur eine lockere Unterhaltung und das brauche ich schon auch zwischendurch.

00:14:55: Und wenn ich nicht reden will dann rede ich halt einfach nicht.

00:14:57: Genau!

00:14:58: Das hat ja bei uns auch gut funktioniert.

00:15:00: wir konnten auch gut schweigen miteinander beim Gehen.

00:15:03: Also und das fand ich auch sehr angenehm.

00:15:06: aber grundsätzlich ist es bei mir eher so eben in Gruppen dass ich dann...und das war auch der Grund warum mich da nicht an den Pool gelegt habe oder irgendwo sondern ich will dann wirklich ganz für mich sein.

00:15:16: Also sonst geht's nichts.

00:15:17: Es ist auch schlauer Ja, oder ich bin dann halt auch.

00:15:19: manchmal bin ich auch einfach in den Wald gegangen oder so nur ein bisschen.

00:15:24: Und

00:15:24: der einzige Mal und das war auch sehr lässig da war auch wieder eine Nachmittagveranstaltung und ich habe schon ... Ich hab mir den Wecker gestellt, ich habe zwanzig Minuten geschlafen quasi nach Mittagessen und haben ja gedacht ich probiere es weil das war nämlich ein Tanzworkshop den die Stephanie Wellner gegeben hat und das ist jetzt so eine Choreografie gemacht Und ich habe mir dann gedacht, ok.

00:15:47: Ich tanze ja gerne und man soll ja auch so wie du sagst immerhin nur hinlegen ist ja auch nicht gut Man soll sich einfach bewegen und es muss ausgeglichen sein die Aktivität und dann wieder die Ruhe.

00:15:58: Dann haben wir gedacht Ok!

00:16:00: Ich probiere es einfach ob ich schaffe mit der Energie und wenn ich nach fünf Minuten merke das ist nichts dann gehe hier wieder.

00:16:05: Tatsächlich haben wir dann eineinhalb Stunden geschwitzt wie die Schweine und getanzt Und das war auch wahnsinnig gut, also aber da redest du ja auch nicht.

00:16:14: Da bist Du ja auch fokussiert und kommst dann anders in die Entspannung.

00:16:18: Aber es war auch sehr, sehr gut!

00:16:20: Es gibt ja verschiedene Arten wie man sich rausnehmen kann und wie man Pausen hat... Das

00:16:29: ist ja schon so, dass jeder... Auch wenn man so liest.

00:16:32: Man soll mittags mal kurz mal zehn Minuten, wenn man die ganze Zeit im Büro sitzt, mal zehn oder zwanzig Minuten an die frische Luft zu gehen.

00:16:40: Solche Pausen sind genau so wichtig!

00:16:43: am Ende, dass man versucht wie kann ich dann mir eine Kraft meine Kräfte einteilen über den Tag hinweg.

00:16:50: Also ich glaube das darf man immer mehr also vor allen Dingen auch wenn man älter wird mit mir.

00:16:55: fünfzig plus das ist mir das.

00:16:58: ich merke es ja auch ich schaffe das nicht mehr was ich früher geschafft habe obwohl Echt eine Rampensaubin.

00:17:03: Ich hab schon viel Energie, aber auch ich komm mittlerweile echt an meine Grenzen und muss da jetzt wieder neu justieren wo ... wie du auch sagst, wo muss sich dann mein Körper auf meinen Körper hören?

00:17:16: Und dann mich herausnehmen?

00:17:18: also das merk' ich schon wenn ich diese so ne ... ich weiß nicht, ich hatte bis jetzt zwei Mann in meinem Leben wo ich so völlig eine Panikattack gekriegt habe.

00:17:27: Kann mich erinnern, du haben wir geteilt miteinander!

00:17:31: Da war es dann echt rum.

00:17:33: Und jetzt weiß ich, wie fühlt sich das an?

00:17:37: Wenn's kommt!

00:17:38: Dann kann ich es riegeros... da will ich nicht noch mal hin weil das ist sowas von dämlich, dass ich da riekeros alles absage.

00:17:50: Da stelle ich alles auf null und sag so zack nächste zwei Stunden bin ich nicht verfügbar.

00:17:57: Kann ich sofort durchziehen.

00:17:58: Und es ist schön, wenn's in zwei Stunden vorbei ist, ne?

00:18:01: Weil das ist ja immer ... wie lang dauerts dann bis man sich regeneriert.

00:18:05: Wenn ich's nicht so hochkommen lasse, reichen wir die zwei Stunden.

00:18:08: Ja und dass man eben auch Strategien hat, wie man dann, wenn sowas hoch kommt, dass man da wegkommt... Da haben wir auch schöne Themen gehabt über das Nervensystem und Übungen, wie mal vorher in die Aktivität kommt damit man dann eben wieder in die beruhigende Phase, in die ruhigere Phase reinkommt.

00:18:22: also das ist schon gut weil man solche Dinge an der Hand hat auch.

00:18:28: Und das man dann darauf achtet?

00:18:30: Absolut.

00:18:31: und was ich

00:18:32: wahnsinnig

00:18:33: wichtig finde, und deswegen sage ich es jetzt nochmal, wichtig ist wir sitzen alle im gleichen Boot.

00:18:41: Es ist unfassbar wie viele Menschen es genau gleich geht.

00:18:45: und wenn man dann eben merkt man kommt in dieses Fahrwasser und sagt okay jetzt ist bald Schicht in den Schacht Der man dann sagt, okay jetzt muss ich mal kurz auf null.

00:18:54: Ich bin jetzt gerade nicht verfügbar.

00:18:56: Das verstehen alle!

00:18:58: Alle die im gleichen Alter zumindest, naja so ab fünfzig das haben ja alle irgendwie schonmal miterlebt und deswegen versteht's jeder und deswegen kannst du es auch machen weil man muss sich nicht komisch vorkommen dass wir uns nicht machen darauf

00:19:13: Genau.

00:19:15: Man muss sich zugestehen und ich würde sagen, man kann sogar fast sagen wirklich dass es wichtig ist das man die eigenen Bedürfnisse wirklich beachtet und auf die Signale hört und dass man den nicht negiert sondern dass man dem wirklich nachgeht weil nur so kann man wirklich selber am besten für sich sorgen oder?

00:19:34: Genau

00:19:35: Kann man das so stehen lassen?

00:19:37: Absolut

00:19:38: Gut, dann freuen wir uns wenn du für dich sorgst, dir deine Pausen nimmst und natürlich wenn du vielleicht in einer Pause das nächste Mal wieder dabei bist.

00:19:51: Wenn es dann wieder heißt

00:19:53: Schneider

00:19:54: Und Leb End Falten.

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